DIE RESTAURIERUNG

Abgesehen von der Inneneinrichtung überdauerte die Nikolaikirche die Zeit nahezu unverändert. Doch am Ende des 19. Jahrhunderts war der Zustand des Bauwerks kritisch und erstmals wurden größere Baumaßnahmen fällig. Im Jahr 1873 sollte die Nikolaikirche stilbereinigt werden, um den ursprünglichen gotischen Gedanken der Hallenkirche wieder sichtbar zu machen. Von 1907 bis 1909 sanierten Restauratoren den Turm sowie das Dachwerk und legten die mittelalterlichen Malereien im Kirchenschiff wieder frei. Im Gegensatz zur ersten Restaurierung ließen die Architekten nun sämtliche Stilrichtungen – von der Hochgotik bis zum Empire – gleichberechtigt nebeneinanderstehen. Neu hinzu kamen das Nikolausfenster und eine Orgel auf der Empore im Westen.

Das Nikolausfenster
Das Nikolausfenster wurde als Stiftung des Direktors der Pommerschen Zuckerfabrik in Anklam nach der Kirchen-Restaurierung im Jahr 1909 eingebaut. Bei Luftangriffen auf Anklam im September 1943 zerstörten Sprengbomben sämtliche Fenster der Kirche. Bei dem heutigen, im Jahr 2004 eingebauten Fenster handelt es sich um eine Rekonstruktion, initiiert und finanziert durch ein Mitglied des Förderkreises der Nikolaikirche, Dr. Peter Eggert aus Berlin.
Die Nikolaikirche vor (1908) und nach der Restaurierung (1909), Blick auf den Chor im Osten

Die Nikolaikirche vor (1908) und nach der Restaurierung (1909), Blick auf den Chor im Osten

Nikolaikirche vor (1908) und nach der Restaurierung (1909), Blick auf die Orgel-Empore im Westen

Nikolaikirche vor (1908) und nach der Restaurierung (1909), Blick auf die Orgel-Empore im Westen